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Sonntag, 25. Juni 2017

 

 

 

 

Rückführungen - Reinkarnation

Reinkarnation (griechisch=Wiederfleischwerdung) ist seit altersher in vielen Teilen der Welt eine Selbstverständlichkeit. Alle Großreligionen und viele Philosophen lehrten die Wiederverkörperung. Selbst im Christentum wurde die Reinkarnation erst beim Konzil in Konstantinopel im Jahre 553 abgeschafft.
Der Vorläufer der modernen Rückführungstherapie wie wir sie heute kennen kommt aus den USA und wurde bereits mitte der fünfziger Jahre entwickelt. Durch Bücher und Fernsehauftritte von bekannten Psychiatern wie Prof. Dr. Adrian Finkelstein und Prof. Dr. Brian Weiss wurde diese Art der Therapie auch in Europa bekannt. Der Rückführungsleiter versetzt den Klienten in einen wachschlafähnlichen Zustand, auch Alphazustand genannt. Die Überlegung geht davon aus, dass ein Symptom wie z.B. eine Allergie oder auch ein Verhalten, übermäßiger Alkoholkonsum usw. einem fehlerhaften Programm zugrunde liegt. Nun tauscht der Trancebegleiter durch bestimmte Suggestionen, die selbstverständlich vorher mit dem Klienten abgesprochen werden, diese ?fehlerhaften Programme? aus. Und wenn diese ausgetauscht wurden, verschwindet zumal auch das Symptom oder ungewolltes Verhalten.
Eine Rückführung (Regression) muss nicht notwendigerweise in ein früheres Leben führen, sie kann ebenfalls  auf ein Kindheitserlebnis oder die Zeit im Mutterleib vor der Geburt zurückgehen. Man muss nicht an frühere Leben glauben, um mit dieser Art von Therapie Erfolg zu haben. Der Klient wird an ein traumatisches Erlebnis aus der Vergangenheit herangeführt, das als Ursache für das heutige psychische oder psychosomatische Problem erkannt wird. In einem Zustand der inneren ?Entspannung? wird dieses Problem nun wieder erlebt um von der früher erlittenen Seelenverletzung geheilt zu werden. Unter Verletzung versteht man erlebte, schmerzliche Gefühle, die wir als unbewusste Erinnerungen in uns tragen und dessen wir uns bewusst werden müssen, um sie loszulassen. Schmerzliche Erlebnisse aus vergangen Tagen beeinflussen manchmal unser jetziges Leben und treten in Form von Blockaden, Ängsten oder Phobien auf. Solche Symptome treten dann häufig in Situationen auf, die eine Ähnlichkeit mit jenem früheren Ereignis haben. Aufgrund solcher früherer Traumata bilden sich in Jahren (oder Inkarnationen) Handlungs- und Reaktionsmuster heraus, die uns großteils nicht bewusst sind.  Der Mensch ist ein Produkt seiner Programmierungen und er glaubt, dass er alles im Griff hat. Wie Pascal Blaise, ein französischer Mathematiker und Philosoph  (1623-1662) so treffend formulierte: Wenn ein geworfener Stein Bewusstsein hätte, so würde er sagen, ich fliege, weil ich will! Wir sind uns zwar der hemmenden Wirkung dieser Blockaden und der zerstörenden Kräfte durchaus bewusst, aber wir können sie trotzdem nicht einfach loslassen, wie z. B. tiefsitzende Schuldgefühle, die wie ein unbewusstes Selbstbestrafungsmuster wirken. In unserem Unterbewusstsein, ist eine rätselhafte Macht verborgen, die unsere Gefühle und unsere Reaktionen beeinflusst. Dazu zählen wir traumatische Erlebnisse, verdrängte Kindheitserinnerungen oder eben Ereignisse, die sich bei der Geburt oder vor dem Entstehen unseres heutigen Bewusstseins abgespielt haben. Wenn es durch das Bewusstmachen gelingt, diese negativen Gefühle loszulassen hat diese Kraft die Macht verloren, was das Verschwinden von Symptomen zur Folge haben kann. Der Weg besteht darin, dass sich der Klient mit seinen Gefühlen auseinandersetzt um sein Problem zu lösen und sie nicht verdrängt. Gefühle die wir zurückhalten, belasten uns und machen uns krank. Sie müssen zuerst aber zugelassen werden, um sie schließlich loszulassen. Durch die Rückführung wird nichts erzeugt, was nicht schon vorher da war. Der Klient wird nur auf etwas aufmerksam gemacht, was in ihm schlummert und ihn dadurch auf unterschiedlichste Weise beeinflusst. Erst wenn wir das, was uns an die Vergangenheit bindet, loslassen, können wir wirklich frei sein.